Die Herz Mariä Kirche in Wattenscheid-Günnigfeld wurde 1911 nach Plänen des Architekten Josef Franke (1876-1944) aus Wattenscheid im neugotischen Stil gebaut. Nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg wurde der spätgotische Entwurf mit reich-gegliedertem Netz- und Sterngewölbe, herablaufenden Diensten und entsprechender kunsthandwerklicher Ausstattung und Ausmalung nicht wiederhergestellt. Statt dessen entstand dem Geschmack der Zeit entsprechend ein schlichterer Innenbau mit Kreuzrippengewölbe und geringerer Höhe mit einer Ausstattung von Josef Baron. Das aktuelle Foto mit Blick von der Sakristei aus gibt deutlich das Formenspiel des Historismus wieder, das der Kirche auch heute noch ihr gefälliges Aussehen verleiht. In unserer Sammlung historischer Fotos können Sie die ursprüngliche Konzeption des neugotischen Sakralbaues betrachten.

Literatur:

Darmstadt, Christel (Hrsg.): Sakrale Baukunst in Bochum. Bochum: Schürmann + Klagges, 2003.

Architektur-Kolloquium Bochum (Hrsg.): Josef Franke (1876-1944) – 163 Entwürfe für das 20. Jahrhundert. Essen: Klartext, 1999.

Bücholdt, Ulrich: Josef Franke (1876-1944) – Ein Architekt zwischen Wattenscheid und Gelsenkirchen. In: Heimat- und Bürgerverein Wattenscheid e.V. (Hrsg.): Wattenscheider Geschichte(n). [Beiträge zur Wattenscheider Geschichte, Bd. 28.]. Wattenscheid, 1999.

Wegener, Maria: Der Architekt Josef Franke aus Gelsenkirchen. Dissertation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 1989.

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Link:

Über Bauten von Josef Franke (mit unserer Kirche) gibt folgende Seite Auskunft: hier